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Krieg und Krisen werfen die Welt auch in Sachen UNO-Nachhaltigkeitsziele zurück - Doch es gibt Lichtblicke

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Das Wichtige in Kürze

Knapp acht Jahre bleiben noch, um die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen zu erreichen Weder die Welt noch die Schweiz sind auf Kurs. Um diese Mammutaufgabe zu meistern, braucht es einen geeinten Effort von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Insbesondere die Finanzindustrie hat noch grosses, ungenutztes Potential.

«Fossile Brennstoffe zu finanzieren ist wahrhaft wahnsinnig, erneuerbare Energien zu finanzieren ist rational», António Guterres, UNO Generalsekretär

Um was geht es

Die Welt hat sich selber ambitionierte Ziele gesetzt: Die Agenda 2030 ist ein Aktionsplan bestehend aus 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Alle Mitgliedsländer der Vereinten Nationen arbeiten gemeinsam auf die Erreichung dieser Ziele bis 2030 hin. Zur Halbzeit wurden dazu Berichte auf internationaler und nationaler Ebene verfasst.

Im Sustainable Development Report der Bertelsmann Stiftung und dem Sustainable Development Solutions Network, SDSN wird festgehalten, dass die Welt als Ganzes im zweiten Jahr in Folge keinen Fortschritt erzielt hat und, dass die Ziele im jetzigen Tempo auch nicht bis 2030 erreicht werden können.

Diese wenig rosigen Aussichten spiegeln sich auch in der Bewertung der Schweizer Anstrengungen wider. Wir sind nämlich nur gerade bei einem der 17 SDGs auf Kurs (Ziel 7, bezahlbare und saubere Energie) und verursachen insbesondere im Themenbereich «Wirtschaft und Finanzen» grosse externe Kosten.

Obwohl der ebenfalls zur Jahreshälfte veröffentliche offizielle Bericht der Schweiz optimistischer formuliert ist als derjenige von SDSN, werden mit Klima und Biodiversität auch von offizieller Seite Themenbereiche genannt, in denen die Schweiz Nachholbedarf hat. Insbesondere dem Schweizer Finanzplatz wird eine wichtige Rolle zur Erreichung der SDGs zugesprochen.

Die Schweizer Zivilgesellschaft publiziert ihr eigenes Fazit und nennt die Dinge beim Namen: Die Schweiz sei nicht auf Kurs die SDGs zu erreichen. Um dies zu schaffen, müsse unter anderem die Finanzindustrie transformiert werden.

Warum ist das wichtig

Die in den Berichten erhobenen Daten zeigen, dass insbesondere die Überlappung von Pandemie und Kriegen zu einem Rückschritt geführt haben. Die grosse Herausforderung besteht nun darin, die akute Krisenbewältigung wo immer möglich so zu strukturieren, dass sie gleichzeitig auch auf langfristige Entwicklungsziele ausgerichtet ist. Ein gutes Beispiel hierfür sind die «Lugano-Principles», die im Rahmen der «Ukraine Recovery Conference» ausgearbeitet wurden. Diese stellen Nachhaltigkeit, Geschlechtergleichheit und Inklusion sowie Demokratische Partizipation und Transparenz ins Zentrum.

Die SDGs sind als globale Rahmenbedingungen formuliert, zu deren Erreichung alle beitragen müssen. Gleichzeitig profitieren auch alle, sollten die Ziele erreicht werden. Die Bedeutung der SDGs wird deshalb noch stark an Gewicht gewinnen. Darauf haben sich sowohl die Gesellschaft als Ganzes als auch der Finanzsektor einzustellen.

Die Globalance Sicht

Die Finanzindustrie hat einen grossen Hebel. Die SDGs sind bereits heute Teil unseres Globalance Footprints, mit welchem wir die Zukunftsfähigkeit bewerten. Trotzdem suchen wir nach neuen, innovativen Daten, welche den Beitrag von Unternehmen und Projekten besser bewerten lassen. Konkret setzen wir die Empfehlung des Schweizer Länderberichts bereits heute um und investieren nicht in treibhausgasintensive Unternehmen. Im Gegenteil: Nachfolgend verknüpfen wir diesen Artikel mit Tags direkt mit Beispielen von Unternehmen aus unseren Portfolios, welche eine starke SDG-Bilanz aufweisen.

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