- Vereinigte Staaten von Amerika
- 1. November 2020
- Lesezeit: 1 Minuten
Wie viele Rinder verdrängen die Vegi-Burger?
Das Wichtige in Kürze
Die strukturellen Veränderungen der Fleischkonsumation würden die Fleischproduzenten in eine tiefgreifende Krise stürzen, aber wiederum neue Arbeitsplätze schaffen und gleichzeitig die Umwelt entlasten. Das rechnet eine Studie zur weltweiten Fleischproduktion vor. Wie einschneidend und realistisch sind solche Szenarien wirklich?
Es naht der "Kodak-Moment" für die Fleischwirtschaft
Um was geht es
Bis 2035 werden wir so gut wie kein tierisches Fleisch mehr essen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Think Tanks RethinkX, welche von einem Rückgang von bis zu 90 Prozent alleine bei Rindfleisch ausgeht. Dies würde die Fleischindustrie in eine einschneidende Krise stürzen – Fleischproduzenten würden obsolet und damit auch die zahlreichen Arbeitsplätze, die dort angesiedelt sind. Andererseits würden neue Jobs in der Produktion von Alternativfleisch geschaffen. Nicht zu vergessen die Auswirkungen auf das Klima dank dem verminderten Ausstoss von CO2.
Warum ist das wichtig
Damit ein tiefgreifender struktureller Wandel in der Gesellschaft beginnt, ist ein Umdenken bei Konsumenten, der Politik und der Wirtschaft notwendig. Die Studie zählt diese Bereiche denn auch zu den Schlüsselfaktoren für den Wandel auf. Das sind aber auch jene Gesellschaftssysteme, welche den Wandel verhindern können (Nachfrage, Lobbying, kulturelle Einflüsse).
Die Globalance Sicht
Ist die Studie des Think Tanks RethinkX (und andere ähnliche) einfach nur träumerisches Wunschdenken oder ist da auch wirklich Fleisch am Knochen? Dass die gesamte Weltgesellschaft so schnell fleischlos konsumiert, ist wohl unwahrscheinlich. Dennoch regt die Studie zum Nachdenken an und zeigt ein mögliches positives Szenario in der Entwicklung der Lebensmitteltechnologie auf.
So oder so, auf die traditionelle Agrar- und Fleischwirtschaft kommen weitere grosse Verschiebungen zu. Investoren tun gut daran, einerseits die erkennbaren Verlierer zu meiden und andererseits die Innovatoren mit zukunftsfähigen Verfahren und Produkten zunehmend in ihr Portfolio aufzunehmen und höher zu gewichten.
